WORLD CHOCOLATE MASTERS 

FINALE  AUSTRALIEN

Sydney, Australien  (2012)

Da Gerhard einer der 5 besten australischen Chocolatiers war und Finalist bei der Nationalen Auswahl des Wettbewerbs "World Chocolate Masters", musste er verschiedene Meisterwerke zum Thema "Architekture des Geschmacks" erschaffen.

Ort: Königliche Hallen der Industrie, Sydney, Australien

Kriterien:   Innerhalb von 8 Stunden herzustellen sind:

Gegossene Pralinen: 40 identischel  geformte Pralinen, Geschmack der Füllung frei wählbar, max. Gewicht 12g/Stk. 
Überzogene Pralinen:    40 identische, überzogene Pralinen,
Geschmack der Füllung frei wählbar, max. Gewicht 12g/Stk.
Entremets: Es können 2 Schokoladen-Zwischenstücke mit einem Durchmesser von jeweils 18 cm und einer Höhe von 4,5 cm hinzugefügt werden, wobei das Hauptaroma Schokolade ist. Andere Aromen und Elemente können hinzugefügt werden.
Schaustück1 Schokoladenstück. Sie können alle Elemente Ihres Schokoladenpräsentationsstücks vor dem Wettbewerb vorab anfertigen, diese müssen jedoch während der Wettbewerbszeit zusammengebaut werden. Es dürfen keine Komponenten verbunden werden, z. Blütenblätter dürfen erst zum Wettbewerbszeitpunkt zusammengesetzt werden, um eine Blume zu produzieren. Alle Einzelstücke müssen in Einzelstücken zum Wettbewerb gebracht werden. Die maximale Größe des Ausstellungsstücks beträgt 180 cm in der Höhe und 60 cm in der Breite.

Vorbereitungsarbeiten:
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Wettbewerbstag:
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Galerie:
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An einem Wettkampf teilzunehmen, ist immer eine Herausforderung und sehr zeitaufwändig und ist oft eine Erfahrung, bei der jeder Wettkämpfer an seinem persönlichen Limit arbeitet. Gerhard war hauptberuflich als Head Chocolatier tätig und entwickelte nach seiner Arbeitszeit neue Techniken, Rezepte, Designs, Texturen und Schaustücke für den Wettbewerb. Dazu gehörte auch, dass man monatelang keine freien Wochenenden mehr hat, was mental auf Dauer belastend erscheint, da man nie abschalten kann und der Verstand immer nur an Schokolade, Kuchen und Aromen denkt. Ganz zu schweigen von der körperlichen Belastung über Monate und dem hohen Arbeits-Stundenpensum.

 

Vor diesem Wettbewerb hat Gerhard noch nie eine vertikal geschichtete Schwarz-Weiß-Technik für ein geschnitztes Schaustück gesehen. Deshalb wollte er dieses eindrucksvolle Design und Technik vorstellen - damit andere Chocolatiers folgen. Alleine die Erstellung des massiven Schokoladenblockes, der Schicht für Schicht mit handtemperierter Kuvertüre gemacht wurde, dauerte bereits drei Tage. Aus Sicherheitsgründen fügte er einen zweiten Block hinzu, um ein Reservestück zu haben, das verdoppelte aber auch den Zeit- und Arbeitsaufwand.

Das Schnitzen selbst dauerte ca. 3 Wochen und einer seiner persönlichen Rekordtage war ein unglaublicher 20-Stunden-Tag, an dem er am Samstag um 8 Uhr morgens seine Arbeit aufnahm und am Sonntagmorgen um 4 Uhr morgens endete. Nach ein paar Stunden Schlaf und fast völliger Erschöpfung gelang es ihm, 8 Stunden später am Sonntag wieder zur Arbeit zurückzukehren und am Montagmorgen bei seiner regulären Arbeit weiterzuarbeiten, als wäre nichts passiert.

Die Entwicklung der perfekten Rezepte mit der richtigen Festigkeit, Geschmackskombination und Ausgewogenheit, Mischungen, Dekorationen und der richtigen Eintauchtechnik für die Pralinen bedeutet, dass man es immer wieder trainieren muss - bis zur Perfektion. Der Wettkampf selbst war der Höhepunkt des Adrenalinstoßes: Gerhard hatte nicht wirklich Zeit zum Schlafen, weil er den Lieferwagen um 3.30 Uhr mit all seinen für den Wettkampf benötigten Kisten und Ausrüstungsgegenständen füllen musste. Er kam um 5.30 Uhr in der Wettkampfhalle an, stellte den Tisch vor Ort auf und arbeitete von 6.30 Uhr non-stop bis zum Ende der Show um 16.30 Uhr - ohne etwas zu essen oder eine Pause einzulegen. Angefeuert vom Zuschauerpublikum, Fotografen, den Mitgliedern der Jury und einem TV-Team ... Das ist nicht unbedingt jedermanns Wunsch, aber es war definitiv eine interessante Erfahrung für alle Beteiligten, die einen starken Verstand und eine konzentrierte Einstellung besitzen.

Ungeachtet der Tatsache, dass Gerhards Prunkstück auf dem Weg vom Produktionstisch zum Ausstellungspodest umkippte, war er persönlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Er kann versprechen, dass jeder einzelne Teilnehmer an einem nationalen oder internationalen Wettbewerb, der auf höchstem professionellen Niveau arbeitet, diese Übung nicht einfach findet. Jeder hofft daher, dass sein Schaustück von den Zuschauern geschätzt wird. Gerhard bedankt sich auch recht herzlich bei "Zokoko" für die Unterstützung. Ein weiteres Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen - danach brauchte Gerhard einige freie Tage am Strand, um wieder zu Kräften zu kommen.

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